Olag Georg Klein

Pressereaktionen auf "Ihr könnt uns einfach nicht verstehen - Warum Ost- und Westdeutsche aneinander vorbeireden."

FAZ

Ist man am Ende des Buches von Klein angelangt, glaubt man zu wissen, daß Ost und West einander nicht verstehen können. Es sei denn, Kollegen aus dem Westen und aus dem Osten haben die Anfangsschwierigkeiten überwunden und lernen sich nach und nach schätzen. ... "In Deutschland haben wir die außerordentliche Situation, in einem Land mit einer Sprache und zwei unterschiedlichen Kommunikationskulturen zu leben. Als ein zweisprachiger Wanderer zwischen den Welten finde ich das wunderbar."

Frankfurter Rundschau

Es geht vor allem um den Zusammenhang von Körpersprache und Worten. ... Wie können Ost und West sich da einander noch verständlich machen? Wissen, was sie unterscheidet, beide Sprachen kennen. Und vielleicht sogar die jeweils andere immer mal wieder ausprobieren ...

Berliner Zeitung

Klein wollte vor allem mal klarstellen, warum es oft gar nicht erst zum Reden kommt ... Dafür hat Klein den Leuten hüben und drüben mehr auf die Finger und in die Augen denn aufs Maul geschaut.

Financial Times

"Du bist anders, und das ist wunderbar", heißt es an einer Stelle, und so wird das Buch zu einer Einladung, andere Gewohnheiten als Chance zu begreifen – ganz nach dem Motto: Erst wenn wir wirklich miteinander reden, kann zusammenwachsen, was zusammengehört.

Ostsee Zeitung

In zehn Kapiteln analysiert der Verfasser die Klippen der deutsch-deutschen Kommunikation. Er entlässt den Leser jedoch nicht ohne Hinweise, wie dieser Ost-West-Konflikt gelöst werden könnte. ... Auch wenn manche Schlussfolgerung überzogen erscheint, fesselt das Buch bis zur letzten Zeile.

Die Zeit

Im Osten wird einer im beruflichen Umfeld zuallererst daraufhin abgeklopft, was er oder sie für ein Mensch ist. Kann man sich im Zweifel, in schwierigen Zeiten also, auf sie oder ihn verlassen? Wird diese Frage bejaht, lassen sich auch sachliche Probleme lösen. Denkt jedenfalls der Osten. Im Westen, so Klein, zählen im Berufsleben dagegen zuerst sachliche Argumente. Der Mensch als Mensch kommt erst danach. Das sind mentale Unterschiede, die den normalen Wahlforscher vermutlich nicht sonderlich interessieren. Von politischer Brisanz sind sie trotzdem.

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

Die Mauer in den Köpfen ist für Klein vor allem eine Verständigungsbarriere. Ossis und Wessis sprechen nur scheinbar dieselbe Sprache, tatsächlich stammen sie aus unterschiedlichen "Kommunikationskulturen".
..."Kommunikationsschock", der auch deshalb schwer zu therapieren ist, weil er entweder grundsätzlich geleugnet, oder aber der jeweils anderen Seite die Schuld für die Verständigungsprobleme zugewiesen wird. ...
Um diese zwangsneurotische Wiederholungsschleife auszusetzen, müßte jedoch eines vorhanden sein: ein Interesse der Wessis an den Ossis. Das vermag Klein kaum zu erkennen.

Harvard Business manager

Das kleine Buch enthält viele Beispiele aus dem ost-westdeutschen Geschäftsleben und ist somit Managern zu empfehlen, die mit Geschäftspartnern, Kollegen oder Mitarbeitern aus dem jeweils anderen Teil Deutschlands zu tun haben. ...
Es lässt sich viel Grundsätzliches lernen über Kommunikation, solche zwischen Vertretern verschiedener Kulturen, zwischen Männern und Frauen und zwischen Menschen überhaupt.

Psychologie heute

Während Westler eher um die Betonung unterschiedlicher Standpunkte, Sachlichkeit und Abgrenzung gegen andere bemüht sind, sind Ostler mehr auf Gemeinsamkeiten, persönlichen Kontakt und die Herstellung eines Wir-Gefühls bedacht. ... Damit dies nicht so bleibt, beschreibt Olaf Georg Klein nicht nur, wie solche Missverständnisse entstehen, sondern zeigt auch Wege zu einem konstruktiven Miteinander auf, bei dem Ost- und Westdeutsche voneinander lernen können.

Das Parlament

Das heißt, Klein geht ... von einer grundsätzlich unterschiedlichen kulturellen und mentalen Prägung aus, von anderen Erwartungen und Selbstver­ständ­lichkeiten in Ost und West. ... Kleins Fazit heißt: Weder auf einseitige Anpassung setzen noch die Unterschiede vertuschen oder einebnen. Sondern vielmehr die Differenzen feiern und produktiv machen, damit ein Miteinander entsteht, das sich wechselseitig befruchten kann.

NDR 4 Politische Bücher

Der Autor entfaltet ein reiches Kaleidoskop von möglichem Sprachverhalten, immer abgeschaut der Wirklichkeit im Ost- West-Dialog. ... Seine Anleitung zum Kommunizieren stützt sich auf reichhaltige praktische Erfahrungen im Umgang zwischen Ost und West: Gegen Übereinstimmungsphantasien, Überanpassungs-Verhalten, gegen Ignoranz und sturer Selbstbehauptung, setzt der Autor auf eine Verständigungs- und Mischkultur.